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Verliebt in eine Streunerkatze

Panda, eine kleine Streunerkatze, hat mein Leben verändert.

Eigentlich hielt ich mich für einen "Hundetyp". Ich bin zwar mit Katzen aufgewachsen, aber sie waren wohl die Ursache für meine Lungenentzündungen und Fieberschübe, die ich als Kind sehr häufig bekam. So entschied der Arzt "die Katzen müssen weg". Mit 14 Jahren bekam ich einen Hund geschenkt, den ich ebenfalls über alles liebte..... in München als "Single" versuchte ich zwei mal, mein Leben mit einer Katze zu teilen, es misslang, denn Katzen wollen tagsüber nicht alleine sein. Also brachte ich meine Lieblinge regelmässig, nach einem jeweils individuellen Lernprozess meinerseits, "aufs Land" zu meiner Mutter. Egal, ob man eine "Bauernkatze" , die man geschenkt bekommt, aufnimmt, oder eine edle Perserkatze vom Züchter, deren Eltern niemals die Freiheit kennengelernt haben:
"kein Tier will den ganzen Tag alleine in einer Wohnung gefangen sein". Gerade Katzen sind sehr soziale Wesen und sehr sensibel und feinfühlig.

Als sich meine Tochter einen Hund wünschte, dauerte es nicht lange, bis sie zwei kleine Hunde bekam .... Minnie und Micky, dann Bruce, Kinski, Camilla und Berry. Nun gibt es auch Hund Ludwig in ihrem Leben. Und ich freue mich über die Besuche von Streunerkatze "Panda", hier in meinem neuen "Landleben". Sie scheint niemanden zu gehören. Ich habe viele Leute in dem kleinen Ort, wo ich seit einiger Zeit wohne, befragt. "Sie versucht, ob sie Dich auch essen kann", sagte meine Tochter lachend, als ich ihr erzählte, daß Panda mich in meine Hand beisst, in meinen Arm.... um dann wieder daran zu schmusen. Nun sehe ich das auch so, Panda probiert, ob sie mich auch essen kann.... immer wieder versucht sie mich, in die Hand zu beissen oder mich mit beiden Pfoten und ihren Krallen festzuhalten oder nach mir zu schlagen. Im nächsten Atemzug schmust und schnurrt sie mich heftig an .... Ich lass sie gewähren, was sonst soll ich tun? Aber ich gebe zu, ich necke sie gerne. Das gibt mir die Gelegenheit, sie überall zu berühren. Und sie lernt mich kennen.

Mein Wunsch ist, Panda im Fall einer Verletzung oder Krankheit, zum Tierarzt bringen zu können. Gestern konnte ich ihr eine Zecke im Nacken problemlos entfernen. Das tat richtig gut! Jetzt kann ich ihr ein Mittel auftragen, das ihr hoffentlich die Plaggeister vom Leib hält.

Im Sommer 2021 beobachtete ich eine kleine scheue Katze, mit hübscher weisser Brust und weissen Pfoten im Schlepptau des Streuners "Bubi", einem extrem scheuen Kater, der eines Tages auf meinem Küchenfenster sass und neugierig hereinschaute. Von ihm hatte ich schon gehört. Ich begann, ihn regelmässig zu füttern. Seine Begleitung, die ich "Panda" nannte, lief sofort weg, wenn ich kam, aber eines Tages war es so weit .... sie blieb und frass, wenn Bubi satt war.

Da die Katzen regelmässig kamen, baute ich einen besseren Futterplatz, fütterte mit mehr Vielfalt und die Katzen konnten sich auf mich verlassen. Ich gewöhnte beide Katzen an meine Stimme, an meine Rufe an ihre Namen und benutzte nur wenige klare Worte. Beide Katzen kamen nur in der Dämmerung, morgens und abends. Panda wurde im Gegensatz zu Bubi zutraulich. Ich konnte sie vorsichtig berühren. Sie spielte gerne und mit allem. So gewann ich langsam ihr Herz.

Eine Entwicklung, die ich sehr sehr begrüsse. Denn, das weiss ich von Gut Aiderbichl, die Katzen sind gesundheitlich anfällig. Ich hoffe, ich kann was die Zecken betriff, wenigstens Panda ein Schutzmittel auftragen.

Während die Hunde Berry und Camilla spielend auf's Gassigehen warten, nutze ich die Zeit, die kleine Panda ins Haus zu holen, zu füttern und zu streicheln. Vor allem will ich sehen, in welchem Zustand sie ist, denn es hat Minusgrade in der Nacht. Und Panda lebt im Freien. Noch wage ich es nicht, sie über Nacht bei mir einzusperren, denn sie bleibt zwar gerne und aber geht auch wieder gerne. Sie ist eine Freigängerin. Mir bleibt nur die Gelegenheit, ihr zu zeigen, daß sie bei mir Wärme, Futter und Streicheleinheiten, d.h. "Familienanschluss" haben kann.

Jeder Winkel ist für Panda interessant. Ganz besonders liebt sie mein "Lager", da stehen noch Umzugskartons und Transportbehälter, Papierrollen und Stoffe und Decken, Kissen u.a., das muss von mir noch aussortiert werden und hat bisher noch kein Plätzchen gefunden. Aber zum Wegwerfen ist immer noch Zeit.....

Panda mag Engel ......

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