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Analdrüsen-Entzündung – Hund Berry leidet

Christoph und Berry, glückliche Zeit am Tegernsee und in Kroatien
Steffi und Flori holen Berry aus dem Tierheim in Pula, Kroatien
An München muß sich Berry erst gewöhnen

Berry, ein Labrador-Mischling, lebt seit ca. 2 Jahren bei mir. Er gehörte einem Schulfreund meiner Tochter Steffi und ist ein sensibler, schreckhafter Rüde. Ende 2013 kam er als 1jähriger Welpe über die Kreta Hilfe e.V. nach Deutschland und wurde an Christoph vermittelt. Wir haben uns öfter gemeinsam mit allen Hunden am Hundestrand in Rottach Egern getroffen. Christoph entschied sich, sich beruflich im Hotelbusiness in Kroatien zu engagieren und nahm Berry mit. Beide waren dort glücklich, bis Christoph durch einen tragischen Unfall jung ums Leben kam. Auf seiner Beerdigung in München erfuhren wir, daß Berry in ein Tierheim in Pula gekommen war. Dort holte ihn meine Tochter Steffi ab, nachhause zu uns und zu Kinski und Camilla, unseren anderen Hunden. Sie halfen ihm, zurück ins Leben zu finden. In Berrys Papieren steht: "er macht sich am liebsten unsichtbar!"

Berry ist mir ans Herz gewachsen. Wenn er leidet, leide ich auch. Er hat mittlerweile gelernt, sich anfassen zu lassen. Wir mussten das richtig üben. Aber er zeigt mir genau, wann er es mag. Derzeit mag er nicht, aber nach seinem Arztbesuch und Schmerzmitteln gehts besser.

Beim Spazierengehen fiel mir auf, daß sich Berry schwer tat mit dem Abkoten, er rutschte mit dem Po übers Gras und ich durfte nicht seine Rute hochheben. Zuhause schleckte er intensiv seinen After und knurrte mich weg beim näher kommen. Ich war in Sorge und vermutete Würmer, Zecke o.a. Bis ich die große Schwellung sah, die er sich intensiv leckte. Sie sah aus wie ein Tumor. Aber es war ein Abszess an seiner linken Analdrüse, groß, eitrig und entzündet. Ich konnte sie mit dem Handy fotografieren und schickte die Bilder gleich zum Tierarzt.

Von ihm wurde er vorsichtig untersucht, die Diagnose war "Analdrüsen-Abszess", er bekam sofort Schmerzmittel und Antibiotika.

Das sagt der Tierarzt dazu:

Analdrüsenentzündung beim Hund – Behandlung & Vorbeugung Die Analdrüsenentzündung ist bei Hunden verbreitet. Oft muss man die verstopften Analdrüsen ausdrücken. Vorbeugen lässt sich durch entsprechende Ernährung. © istockphoto, Morlaya Eine Analdrüsenentzündung ist bei Hunden ein relativ häufig vorkommendes Krankheitsbild. Nicht nur für den Hund sind verstopfte oder entzündete Analdrüsen sehr unangenehm – auch für den Menschen stellt die damit verbundene Geruchsentwicklung eine Belastung dar. An welchen Symptomen man eine Entzündung außerdem erkennt und warum eine zeitige Behandlung entscheidend ist, erfahren Sie im Folgenden. Was sind Analdrüsen? Die Analdrüsen bilden bei Hunden die Innenauskleidung der Analbeutel (Sinus paranales). Sie liegen paarig neben dem Anus und sondern ein Sekret ab, das normalerweise unbemerkt zusammen mit dem Kot abgeben wird, um Duftmarken zur Reviermarkierung zu setzen.  Für uns Menschen ist der Geruch dieser braunen Flüssigkeit sehr unangenehm. Kommt es zur Verstopfung der Analdrüsen, kann es vorkommen, dass regelrecht der ganze Hund stinkt.  Wie sieht eine Analdrüsenentzündung beim Hund aus? Neben dem typischen Geruch gibt es einige Symptome, die beim Hund auf Probleme mit den Analdrüsen aufmerksam machen. Am bekanntesten ist wohl das sogenannte "Schlittenfahren". Dabei rutscht der Hund mit dem Hinterteil über den Boden. Den Hund stört das Gefühl der verstopften Analdrüsen und er versucht mit diesem Verhalten, es loszuwerden.  Der oft beschriebene Juckreiz kommt nicht direkt von der Analdrüsenentzündung, diese ist eher schmerzhaft. Durch Säuren und Bakterien kommt es aber zur Reizung der Schleimhaut am After. Auf diesen Juckreiz reagieren viele Hunde mit häufigem Belecken der Analregion. So kann es zusätzlich zur Entzündung der Analbeutel auch zu sogenannten Leckekzemen kommen. Die Schleimhaut und Haut im Analbereich ist dann gerötet und geschwollen. In extremeren Fällen beißen die Hunde sich sogar blutig.  Weitere Symptome einer Analdrüsenentzündung beim Hund können sein: Schmerzäußerungen beim Kotabsatz Schmerzen beim Sitzen und Laufen Aggressives Verhalten bei Berührungen der hinteren Körperregion Blut und/oder Eiter am After Tenesmus, also das erfolglose Pressen, um Kot abzusetzen Koprostase, also Verstopfung Wie erfolgt die Diagnose durch den Tierarzt? Der Tierarzt erkennt eine Verstopfung oder Entzündung der Analdrüsen beim Hund durch gründliches Abtasten der Analregion sowie eine rektale Untersuchung. Dabei wird ein behandschuhter Finger in den Anus des Hundes eingeführt. So können die Analbeutel ertastet und gegebenenfalls ausgedrückt werden.  Volle Analdrüsen sind je nach Größe des Hundes erbsen- bis walnussgroß. Anhand des Sekrets lässt sich auch beurteilen, wie weit fortgeschritten die Entzündung ist.

Oft sind bei einer Analdrüsenentzündung beide Analbeutel betroffen, wobei eine Seite häufig schlimmer ist als die andere. Entzündete Analdrüsen können für den Hund äußerst schmerzhaft sein und müssen unbedingt vom Tierarzt behandelt werden.  Andernfalls kann es durch Abkapselung zur Bildung von Analdrüsenabszessen kommen oder sogar zu einer Analbeutelfistel (perianale Fistel), also einem neuen "falschen" Ausführungsgang. Hier ist dann oft eine Operation unumgänglich und die Heilung dauert wesentlich länger als bei einer reinen Verstopfung oder Entzündung der Analbeutel des Hundes.  Doch wodurch kommt es überhaupt zur Verstopfung der Analdrüsen?  Neben den oben erwähnten Rassedispositionen ist zu weicher Kot die häufigste Ursache für Probleme mit den Analdrüsen beim Hund. Normalerweise werden die Analdrüsen beim Kotabsatz automatisch ausgedrückt. Bei Durchfall oder weichem Kot weitet sich der Enddarm nicht mehr so sehr und der Druck reicht nicht aus, um die Analdrüsen zu entleeren. Das Sekret in den Ausführungsgängen wird dann sehr schnell fest und es kommt zur Verstopfung.

Berry leckt seinen Analdrüsen-Abszess

Berry ist müde und hat Schmerzen

Zur Unterstützung der Darmflora: Frischkäse, ein Löffel Flohsamenschalen als schleimbildenden Ballaststoff, 1 Löffel Johanniskraut-Öl zum Magenschutz während der Antibiotika-Behandlung.
Berry geht es wieder besser. Morgens hat er schon wieder Lust mit Camilla und Kinski zu spielem

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