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Warum Vegan ?

Veganismus ist eine aus dem Vegetarismus hervorgegangene Ernährungs- und Lebensweise. Veganer verzichten auf alle Nahrungsmittel tierischen Ursprungs. Einige meiden darüber hinaus auch andere Tierprodukte (z. B. Leder) und lehnen weitere Formen der Nutzung von Tieren ab (z. B. Tierversuche). Der Veganismus stützt sich auf Argumente aus den Bereichen  Tierethik, Umweltschutz, Welthunger, Gesundheit, Religion.

Meine Strassenhündin Camilla, Tierrettung Gut Aiderbichl

Mache die Fortschritte in Deinem eigenen Tempo

Veränderungen geschehen nicht über Nacht. Lassen Dir Zeit, verzeihe Dir mögliche Ausrutscher, und gehen die Umstellung in für Dich passenden, kleinen Schritten an. Vielen Menschen, die heute vegan leben, erging es nicht anders: Vegan werden ist ein schrittweiser Prozess, der meistens damit beginnt, Fleisch und Fisch vom Speiseplan zu streichen. Irgendwann kommen Milch, Eier und weitere tierische Produkte dazu. Wichtig ist nicht, wie lange Du brauchst, sondern dass Du Dich für die Umstellung, wenn auch nur produktweise oder tagesweise entschieden hast. Nach und nach ist zu jeder Zeit besser als niemals.

Vegan Leben – der Selbstversuch! Sebastian hat ausgemistet und möchte die kommenden zwei Wochen vegan leben. Worauf muss er achten? Was ist besonders schwierig und wie gefällt es ihm? Vegan leben ist mehr als nur vegan essen. Das hat Sebastian schon in der letzten PULS Reportage zum Thema „Vegan leben: Das kommt alles weg“ gelernt und ausgemistet.

In dieser Reportage probiert er nun aus, wie es ist, zwei Wochen komplett vegan zu leben. Er wird also nicht nur vegan essen, sondern auch selbst vegan kochen, vegane Rezepte recherchieren und vegane Kleidung tragen. Um die Veganer-Challenge gut zu bestehen, bekommt er Rat von Vegan-Expertin Claudia, die schon seit über acht Jahren vegan lebt. Sie kennt die besten veganen Rezepte und weiß wie man es schafft, vegane Gerichte nicht als Ersatz zuzubereiten, sondern als eigene Mahlzeit. Leckeren veganen Kuchen backen kann sie natürlich auch! Außerdem probiert Sebastian verschiedene vegane Produkte im Bad aus und fragt nach, wieso Hygieneprodukte gar nicht vegan sind? Vegan Leben – der Selbstversuch: Vegan Leben geht nicht von heut auf Morgen. Doch mit genügend Zeit, Disziplin und Erfahrung ist es möglich. Worauf ihr dabei achten solltet und welche veganen Tipps Expertin Claudia noch hat, seht ihr in der neuen PULS Reportage. +++ Vegan leben: Da steckt überall Tier drin +++ https://www.youtube.com/watch?v=HpvQw...

Veganer, Flexitarier, Freeganer - wer isst was?

  • Im Supermarkt finden sich immer mehr Lebensmittel mit der Kennzeichnung „vegetarisch“ oder „vegan“, ebenso verhält es sich auf Speisekarten in Restaurants. Viele Kantinen haben einen „Veggie-Day“ eingeführt. Schließlich leben immer mehr Menschen nach einer bewussten und fleischlosen Ernährungsform. Der Grund: Das Thema Gesundheit und Massentierhaltung wird immer präsenter.

Was unterscheidet Veganer, Flexitarier oder Freeganer?

Du blickst im Dschungel der vielen verschiedenen Ernährungsweisen nicht mehr durch? Hier findest Du eine Erklärung der gängigsten Formen:

Der Vebu bezeichnet sich selbst als die größte Interessenvertretung von vegetarisch und vegan lebenden Menschen. Die Organisation geht davon aus, dass rund 7,8 Millionen Vegetarier und 900.000 Veganer in Deutschland leben. Das macht etwa zehn beziehungsweise 1,1 Prozent der Bevölkerung aus. 

  • Vegetarier essen nichts von getöteten, sondern nur von lebenden Tieren. Hierzu gehören Lebensmittel wie Milchprodukte, Eier und Honig. Jedoch gibt es verschiedene Arten des Vegetarismus. Hierzu gehören die Ovo-Vegetarier, Lacto-Vegetarier, Ovo-Lacto-Vegetarier, Ovo-Lacto-Pisce-Vegetarier und Veganer.
    • Ovo-Vegetarier verspeisen kein Fleisch, Fisch oder Milchprodukte. Allerdings essen sie Eier.
    • Lacto-Vegetarier essen kein Fleisch, Fisch und Eier, aber Milchprodukte.
    • Ovo-Lacto-Vegetarier essen kein Fleisch und Fisch, aber Eier und Milchprodukte.
    • Ovo-Lacto-Pisce-Vegetarier sind eine Erweiterung des Ovo-Lacto-Vegetariers - sie essen aber auch noch Fisch.
    • Veganer leben ohne tierische Produkte. Sie essen nur pflanzliche Lebensmittel und verzichten auf alles vom Tier, das heißt sie trinken keine Milch, essen keine Eier und Honig. Auch kaufen sie keine tierischen Erzeugnisse wie Lederprodukte, Wollpullis oder Daunenbetten.
  • Frutarier wollen nicht, dass Pflanzen ihretwegen leiden, also essen sie beispielsweise Fallobst und Nüsse, Beeren, Getreide und Samen, da diese Nahrungsmittel für sie schon bei der Ernte abgestorben sind. Ausgeschlossen werden hingegen Knollen, Blätter oder Wurzeln sowie Lebensmittel tierischen Ursprungs.
  • Pescetarier verzehren kein Fleisch, dafür aber Fisch. Erzeugnisse von lebenden Tieren wie Honig, Eier, Milch sind erlaubt.
  • Veganer verzichten auf tierische Produkte und essen nur pflanzliche Lebensmittel.
  • Pudding-Vegetarier essen kein Fleisch und Fisch. Sie achten nicht so sehr auf Vitamine, Ballaststoffe oder Kalorien, weswegen sie des Öfteren auf Fertiggerichte zurückgreifen.
  • Flexitarier sind Gelegenheitsvegetarier. Sie wollen sich gesund ernähren und achten auf ihren Lebensmittelkonsum sowie (Bio-)Gütesiegel. Dabei darf es ab und an auch einmal ein Stück Fleisch oder Fisch sein.
  • Freeganer schließen grundsätzlich keine Lebensmittel aus. Sie essen allerdings nur selbst angebaute, geschenkte, gefundene oder von anderen weggeworfene Produkte. Damit wollen sie Mitmenschen auf die Wegwerfgesellschaft oder Armut hinweisen. Sie greifen etwa auch zu weggeworfener Kleidung oder entsorgten Elektroartikeln.
  • Rohköstler sind grundsätzlich offen für alle Lebensmittel. Diese dürfen jedoch nicht mehr als auf 40 Grad erhitzt worden sein. Die Nahrung muss im Rohzustand sein.
  • Urköstler ernähren sich von allem, was sie in der Natur finden. Das können lebende Käfer, Ameisen, Würmer und Schnecken sein, aber auch Wildkräuter und Beeren.
  • Makrobiotiker verspeisen hauptsächlich Getreide, Hülsenfrüchte, Gemüse, in geringerem Umfang auch Früchte, Nüsse und Samen, manche essen auch Fisch.

Vegane Ernährung und veganer Lebensstil

Welche Vegan-Siegel gibt es und wie sind die Vorschriften?

In Kürze: Die bekanntesten Vegan-Siegel sind die Veganblume und das V-Label. Viele Hersteller haben auch ein eigenes Vegan-Siegel für ihre Produkte entwickelt.

Vegane Lebensmittel verzehren wir schon immer: Apfel, Banane, Saft u.a. Doch bei vielen Lebensmitteln ist auf den ersten Blick nicht erkennbar, ob sie vegan sind oder tierische Bestandteile enthalten. 
Vegan-Einsteiger kennen ihn: den Blick auf die Zutatenliste. Hersteller und Verbände haben nun Siegel eingeführt und erleichtern uns so die Orientierung. Die zwei bekanntesten sind das V-Label und die Veganblume.
Das V-Label ist eine international geschützte Marke und dadurch sehr bekannt. In Deutschland wird sie von ProVeg e.V. vergeben. Sie schließt neben tierischen Erzeugnissen im Endprodukt und während der Verarbeitung auch Gentechnik aus. 
Die derzeit registrierten 1.400 Lizenznehmer müssen regelmäßige Kontrollen bestehen.

Die Veganblume wird von der Vegan Society England vergeben. Produkte, die dieses Siegel tragen, sind frei von tierischen Zutaten und wurden auch nicht in Tierversuchen getestet.

Das V-Label sowie die Veganblume sind vertrauenswürdige Kennzeichnungen.

Einige Hersteller versehen ihre Produkte mit eigenen Siegeln. Dazu gehört auch Rapunzel Naturkost mit eigenem Logo.  Im Falle von Rapunzel könnt ihr ganz sicher sein:  Wenn dieses Logo aufgedruckt ist, ist auch das Produkt hundertprozentig vegan.

Wer dennoch auf Nummer sicher gehen will und auch Produkte von anderen Herstellern kauft, für den lohnt sich auf jeden Fall ein  Blick auf die Zutatenliste.

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